29.8.2007 Stapellauf des „Forschungsschiffes“ Acipenser

Geschrieben von Jörn Gessner am .

Am 29.8.2008 fand in Ratzdorf an der Oder die Inbetriebnahme des neuen Telemetriebootes „Acipenser“ einem Quicksilver 580 statt. Einsetzen Statt Champagner, prominentem Besuch und langen Reden gab es Schweiß und Blasen bis das Boot bei extrem geringen Wasserständen die provisorische Rampe hinab in das bisschen Restwasser gelassen werden konnte, um die Verfolgung von Stören in der Oder erfolgreich fortzusetzen. Das Boot, das aus Projektmitteln des BfN für die Telemetrie angeschafft wurde, ersetzt das IGB-eigene Boot, dass für die Telemetriearbeiten bisher leihweise zur Verfügung gestanden hat.im Wasser

Das neue Quicksilver soll durch einen geschlossenen Fahrstand und Behelfskojen die Arbeiten auf Elbe und Oder wetterunabhängiger und sicherer machen. Für die Ultraschalltelemetrie wurde das Boot im Vorschiff mit einem Ausleger ausgestattet, der den Hydrophonflügel der Vemco Anlage in Position halten und durch eine entsprechende Mimik die Bedienung erheblich erleichtern soll.

Wiedereinbürgerung des Störs ist Leuchtturmprojekt

Geschrieben von Jörn Gessner am .

Die Wiedereinbürgerung des Störs wurde im Rahmen der nationalen Strategie zur Erhaltung der Biodiversität zu einem der nationalen Leuchturmprojekte gewählt.

BiolVielfBMU

Das BMU charakterisiert Leuchtturmprojekte als Vorhaben zum Erhalt der biologischen Vielfalt, die in vorbildlicher Weise ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigen. Sie dienen der Umsetzung der Maßnahmen und sollen zugleich wegweisend für andere Projekte sein.

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BiolVielfaltStrat
Handbuch

Kulturpreis der Osteland AG für Bemühungen um den Stör

Geschrieben von Jörn Gessner am .

„An der Oste hat ein neues Kapitel in der Ökologiegeschichte des Flusses begonnen. Die Oste, die dank der Bemühungen der hiesigen, über 7800 Mitglieder starken Sportfischervereine schon bei der Wiedereinbürgerung des Lachses seit Jahren im Gespräch ist, soll sich auch für die Wiedereinbürgerung des in Deutschland seit Jahrzehnten ausgestorbenen Europäischen Atlantischen Störs (Acipenser sturio) als wichtige Stütze erweisen.“ So wurde die Preisverleihung des „Goldenen Hechtes“, des Kulturpreises der Osteland AG, am 7.4.2010 eingeleitet

In der Laudatio wurde ausgeführt, dass Dr. Jörn Geßner vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei und der Ostener Sportfischer Wolfgang Schütz als Vorsitzender der Ostepachtgemeinschaft  und als Sprecher des 2009 gegründeten Arbeitskreises Wanderfische Oste, sich durch ihre vielfältigen Bemühungen um die Wiederansiedlung des Störs in der Osteregion verdient gemacht hätten, indem sie dies vor Ort initiiert und verankert haben. Das Vorhaben wurde von der Osteland AG als Verleiherin des Preises als eines der bedeutendsten europäischen Artenschutz-Projekte der Gegenwart bewertet.

Wolfgang Schütz und die von ihm vertretene Ostepachtgemeinschaft sind seit 1997 Mitglied der Gesellschaft zur Rettung des Störs und haben sich seitdem für deren Ziele engagiert.

Dr. Geßner nahm den Preis im Namen der Gesellschaft zur Rettung des Störs entgegen.

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UN Dekade der Biodiversität - Störprojekt ausgezeichnet

Geschrieben von Jörn Gessner am .

Das Wiederansiedlungsprojekt für Störe wurde 2007 als Leuchtturmprojekt der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung ausgewählt. Nun wurden das Team der Gesellschaft zur Rettung des Störs und seine Partner ein weiteres Mal ausgezeichnet.

UN Dekade

Eine Fachjury wählte das Stör-Projekt als Beispielprojekt für die UN Dekade zur Biologischen Vielfalt aus. Frau Dr. Elsa Nickel, BMU, überreichte die Auszeichnung am 25.September in der Orangerie der Burg Lenzen an der Elbe.

Preisverleihung

„30 Jahre lang fehlte der Stör in Deutschland – nun wird er wieder eingebürgert“, bestätigt Dr. Elsa Nickel, BMU. „Dieser einzigartige Wanderfisch soll wieder durch unsere Flüsse und angrenzenden Meere schwimmen und eine Heimat finden. Der Stör ist ein lebendes Fossil und soll für unsere nachfolgenden Generationen als ein Teil der Evolutionskette wieder zu bewundern sein. Ich wünsche den Projektpartnern weiterhin viel Durchhaltevermögen und Erfolg bei der Aussiedlung dieser beeindruckenden Tierart und gratuliere zur Auszeichnung!“

Das Bundesamt für Naturschutz und sein Meeresschutzfachgebiet als langjähriger Projektpartner engagieren sich seit 17 Jahren für die Störe. „Wir haben die einzelnen Projekte sehr gern unterstützt, denn das Gesamtvorhaben ist ein vorbildliches Beispiel für eine sehr gut begleitete Wiedereinbürgerung“, so Dr. Henning von Nordheim, BfN. „Seine Erfolgsgeschichte ist beispielhaft auf vielen verschiedenen Ebenen. Wir freuen uns mit den Projektpartnern!“, hob Dr. von Nordheim hervor.

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Fünf Jahre nach dem Erstbesatz im Elbegebiet, der an dieser Stelle stattfand, wurde anschließend der zehntausendste Stör der Elbe im Rahmen eines begleitenden Besatzes übergeben. Die beteiligten Akteure erhileten für den von ihnen besetzten Fisch eine Patenschaftsurkunde und werden bei Wiederfängen über ihren Fisch informiert.

BfN Kurzclip

Erste Vermehrung von Acipenser oxyrinchus in Deutschland

Geschrieben von Gerd-Michael Arndt am .

In der Nacht vom 30.06. auf den 01.07.2010 wurde in der Experimentalstation Born/Darß des Institutes für Fischerei der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei die erste Vermehrung von Acipenser oxyrinchus in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Von drei Weibchen konnten Eier gewonnen  und mit dem Sperma verschiedener Männchen befruchtet werden.

Die Tiere stammen aus dem Saint John River in Kanada (New Brunswick, kanadische Atlantikküste) und sind zwischen 2005 und 2006 nach Deutschland transportiert worden.

Nach erfolgreicher Inkubation konnten ca. 250.000 gesunde Larven gewonnen werden.
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Die Larven gingen teilweise zur weiteren Aufzucht zu polnischen Kooperationspartnern bzw. wurden für den Versuchsbesatz in der Oder genutzt. Einige hundert Tiere verblieben zur weiteren Aufzucht in der Anlage, um langfristig in den Laicherbestand integriert zu werden.

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